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Palast der Republik Im Zentrum Berlins auf der Spreeinsel gelegen zwischen Dom und Staatsratsgebäude der DDR befindet sich der Palast der Republik. Hier stand einst das Berliner Stadtschloss, das 1950 auf Beschluss der DDR-Führung gesprengt wurde. In dreijähriger Bauzeit bis 1976 errichtete ein Architektenkollektiv um Heinz Graffunder den Palast der Republik. Das „Haus des Volkes“ am historischen Ort war ein Symbol der neuen Staatlichkeit und demonstrierte zugleich die Trennung der DDR von vergangenen Institutionen. In dem goldbraun verglasten Gebäude befand sich bis 1989 der Sitz des Parlaments der DDR, der Volkskammer. SED und FDJ nutzten ihn zudem als Versammlungs- und Veranstaltungsort. Darüber hinaus war der Palast aber auch ein Kulturhaus, in dem Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen stattfanden. 1990 wurde der Palast geschlossen und von 1998 bis 2001 im Rahmen einer Asbestsanierung völlig entkernt. Seit 2004 dient er als bizarrer Raum für wechselnde Veranstaltungen. Der Bundestagsbeschluss aus dem Jahr 2003 beendete einen jahrelang währenden Streit um die Zukunft des Gebäudes. Fraktale IV wird die letzte Ausstellung sein, die der Palast der Republik beherbergt. Danach wird er seinen „tod“, vermutlich im Frühjahr 2006, durch die Abrissbirne finden. Fraktale hat den Palast der Republik als Ort gewählt, weil er selbst – zum Abriss bestimmt - das Thema der Ausstellung „tod“ repräsentiert. Im Foyer des Palastes wird die Ausstellungsarchitektur einen Kontrapunkt zu dem äußeren Verfall des Gebäudes setzen, und ihm die absolute Strenge eines unangetasteten, geistig weißen Raumes gegenüberstellen. Im Volkskammersaal werden die künstlerischen Positionen zum Thema Tod zu sehen sein, die in einen unmittelbaren Dialog mit dem Raum treten. zurück |
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