Jörg Herolds Installation „Muslimgrab“ ist das Ergebnis einer Recherche über muslimische Kindergräber. Die Akzeptanz des Todes als Teil des Lebenszyklus scheint im Moment des zu frühen Sterbens nicht mehr gegeben und hinterlässt ein Gefühl der Ohnmacht und Sinnlosigkeit. Das Plüschtier wird symbolisch auf das Grab gelegt. Eine Geste, ein Versuch, den viel zu frühen Tod „aufzufangen“. Die Plüschtiere als bisherige Lebensbegleiter der Kinder, die Wärme und Trost gespendet haben, werden nun Wegbegleiter im Tod. In einem überdimensionalen Sandkasten zeichnet Jörg Herold in seiner Installation den perfiden Kontrast zwischen der kindlichen Welt und der Brutalität des Todes nach.

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