In der Arbeit „Jeden Geist Fressen“ wird die Kreuzabnahme zum Symbol für Metamorphose und Trennung von Körper und Geist. Durch unsere Unfähigkeit den Geist zu verfolgen, bleibt nur die Hülle des Körpers zurück, die ein Übermaß an Anbetung erfährt. Der endlose Kampf mit der eigenen Identität wird in der Kreuzigung vehement und gnadenlos geführt. Im Dialog zur ersten Arbeit steht das Bild „Kurzblüter“. Im Moment des Todes beginnen viele innere Ichs miteinander zu kommunizieren, es entsteht ein absurder Dialog, geführt von Einzelpersonen, die scheinbar in keinem Verhältnis stehen und doch in einen gemeinsamen Raum gebannt sind. Es scheint auf den ersten Blick melancholisch, traumverhangen und strahlt doch eine ungeheure Lebensenergie aus.

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